Zombiebank treibt Irland an den Abgrund
„Anglo spricht von insgesamt 25 Mrd. Euro Kosten“ titelt die Irish Times einen Tag, nachdem die Bank für das erste Halbjahr 2010 Verluste von 8,2 Milliarden Euro anmeldete – „das schlechteste Halbjahresergebnis in Irlands gesamter Unternehmensgeschichte“. Die Rettung der Zombiebank, deren Verschwendung heute den ganzen wirtschaftlichen Niedergang der Nation verkörpert, kostete den irischen Staat und seine Steuerzahler bis jetzt 22,88 Milliarden Euro. Beim Irish Independent schreibt David McWilliams, die Entschädigungen der irischen Banken seien „finanzieller Wahnsinn und politisch inakzeptabel... Wie können sozialer Frieden und Zusammenhalt aufrechterhalten werden, wenn vom durchschnittlichen Arbeiter – den nicht die geringste Schuld trifft – verlangt wird, 26.315 Euro herauszurücken, und jeder ausländische Gläubiger, der sehr wohl (einen großen Teil der) Verantwortung trägt, vom Durchschnittsarbeiter subventioniert wird?“
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.