Berlin verrennt sich in Somalia
"Deutsches Debakel am Horn von Afrika", titelt die Tageszeitung nach dem Verschwinden von 1000 frisch von der Bundeswehr ausgebildeten somalischen Polizisten in Äthiopien. Dass "niemand weiß, was sie jetzt tun und für wen sie kämpfen" ist für die Berliner Zeitung "mehr als nur ein Skandal". Berlin sei seiner Verantwortungspflicht nicht nachgekommen, habe es sich doch nicht mit den Vereinten Nationen abgesprochen und sich nicht einmal um den Rücktransport der Polizisten gekümmert. Die TAZ fragt sich, ob der Aufbau bewaffneter Kräfte in Afrika und Afghanistan – eine der Spezialitäten der europäischen und deutschen zivilen Zusammenarbeit – wirklich einen Beitrag zum Frieden darstellt und greift auf ein britisches Beispiel zurück: Da bildete zwischen 1999 und 2002 die Sicherheitsfirma Hart Group Küstenwachen in Somalia aus, von denen einige heute zu den talentiertesten Piraten vor Ort zählen.
Das Spiel dauert nun schon seit zwei Jahren: Athen gibt vor, den Forderungen seiner Gläubiger und Partner zu entsprechen, und seine Gläubiger und Partner geben vor, den griechischen Beteuerungen Glauben zu schenken. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts sollte diesem Bluff endlich ein Ende gesetzt werden.
Die Stärkung nationaler Werte steht im Zentrum des politischen Projekts des ungarischen Ministerpräsidenten. Seit Anfang des Jahres stellt sich diese Ambition auf der Budaer Burg aus: Fünfzehn Auftragsbilder werden gezeigt
Seit die Portugiesen dem strikten Regime von IWF, EU und EZB unterliegen, kaufen sie anders ein. Die Krise treibt zum Sparen an, aber macht auch kreativ.