Auswanderung
120.000 flüchten aus sparendem Irland
14. Juli 2010
Presseurop
The Irish Times
The Irish Times, 14. Juli 2010
"Bis Ende 2011 wandern 120.000 aus", titelt die Irish Times. Einem heute veröffentlichten Bericht zufolge wird das irische Volk wieder einmal gezwungen sein, den althergebrachten Weg ins Ausland zu nehmen, um Arbeit zu finden. Denn obwohl die Wirtschaft sich schneller erholt als erwartet, "reicht das wirtschaftliche Wachstum dennoch nicht aus, um eine erhöhte Arbeitskräftenachfrage einzuleiten". Zudem weist der Bericht auf die alarmierende Zahl von 20 Prozent hin, die Irlands Defizit bereits im zweiten aufeinanderfolgenden Jahr zum größten der 27 EU-Mitgliedsstaaten macht. Die Oppositionsparteien erinnern die Regierung daran, "dass dringend eine Strategie gefunden werden muss, die Arbeitsplätze schafft".
Das Spiel dauert nun schon seit zwei Jahren: Athen gibt vor, den Forderungen seiner Gläubiger und Partner zu entsprechen, und seine Gläubiger und Partner geben vor, den griechischen Beteuerungen Glauben zu schenken. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts sollte diesem Bluff endlich ein Ende gesetzt werden.
Die Stärkung nationaler Werte steht im Zentrum des politischen Projekts des ungarischen Ministerpräsidenten. Seit Anfang des Jahres stellt sich diese Ambition auf der Budaer Burg aus: Fünfzehn Auftragsbilder werden gezeigt
Seit die Portugiesen dem strikten Regime von IWF, EU und EZB unterliegen, kaufen sie anders ein. Die Krise treibt zum Sparen an, aber macht auch kreativ.