Brown tüncht den Irak
"Transparenz? Was für ein Witz", heißt es auf dem heutigen Daily Mail-Titel. Darüber ein Photo von einem auf seinem Panzer brennenden britischen Soldaten. Die Ankündigung von Premier Gordon Brown, dass die Untersuchungsausschuss zum Golfkrieg von 2003, "Großbritanniens schlimmster außenpolitischen Katastrophe in 50 Jahren" im Verborgenen stattfinden wird, erregt den Zorn der konservativen Zeitung. Da alle Zeugenaussagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehört werden, "wird kein Zeuge die Aussage eines Politikers, Beraters oder sonstigen hohen Beamten, der das Land während der Kriegsvorbereitungen anlog, fordern können." Der Bericht, fügt Daily an, wird zudem so redigiert werden, dass sensible Informationen außen vor bleiben. Mit anderen Worten: alles werde übertüncht werden. Der Bericht des Untersuchungsausschusses wird nach der Parlamentswahl erwartet, "damit er unser Wahlverhalten auch ja nicht beeinflusst". Der Irakkrieg ende damit wie er schon begonnen habe – "unter einer dicken Schicht Geheimniskrämerei und Betrug". "Brown sollte sich seiner schämen", schließt das Blatt.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.