Zeitungen schweigen gegen Maulkorbgesetz
"Heute schweigen, um morgen sprechen zu können", lautet die Schlagzeile der Website von L’Espresso. Wie die meisten italienischen Zeitungen streikt die römische Wochenzeitung heute, aus Protest gegen das umstrittene Abhörgesetz. Die Website wird heute nicht aktualisiert, um einen Schweigetag gegen das Maulkorbgesetz einzuhalten, erklärt L’Espresso in verschiedenen Sprachen, darunter auch deutsch. Ministerpräsident Silvio Berlusconi zufolge soll das Gesetz, welches die Veröffentlichung von Abhörprotokollen vor einer Gerichtsverhandlung verbietet, die Persönlichkeitsrechte schützen. Während im Unterhaus debattiert wird, finden die meisten von Italiens Journalisten, Richtern und Staatsanwälten, dass es Politikern einen Schutzschild bietet und ihre Fehlverhalten vernebelt.

Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.