17. deutsches Wirtschaftsland
"Frischer Wind für die tschechische Wirtschaft", jubelt Lidové noviny auf der Titelseite. Der Export, die Lokomotive der lokalen Wirtschaft, hat im Mai um 24,4 Prozent im Vergleich zu Mai 2009 zugenommen. Dieser Zuwachs ist dem Aufschwung in Deutschland, Tschechiens Hauptgeschäftspartner, zu verdanken. Zahlreiche tschechische Unternehmen fungieren als Zulieferer für die deutsche Industrie. "Die Welt verlangt nach deutscher Qualität zu billigen Preisen. Wir schwimmen auf dieser Welle mit", erklärt die Tageszeitung. Die Abhängigkeit vom großen Nachbarn ist so ausgeprägt, dass das Prager Blatt Tschechien als siebzehntes Bundesland bezeichnet, in dessen Interesse es sei, dem derzeitigen Druck aus Brüssel und Paris gegenüber Berlin entgegenzuwirken.
Das Spiel dauert nun schon seit zwei Jahren: Athen gibt vor, den Forderungen seiner Gläubiger und Partner zu entsprechen, und seine Gläubiger und Partner geben vor, den griechischen Beteuerungen Glauben zu schenken. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts sollte diesem Bluff endlich ein Ende gesetzt werden.
Die Stärkung nationaler Werte steht im Zentrum des politischen Projekts des ungarischen Ministerpräsidenten. Seit Anfang des Jahres stellt sich diese Ambition auf der Budaer Burg aus: Fünfzehn Auftragsbilder werden gezeigt
Seit die Portugiesen dem strikten Regime von IWF, EU und EZB unterliegen, kaufen sie anders ein. Die Krise treibt zum Sparen an, aber macht auch kreativ.