Minister stolpert über L'Oréal
Die Bettencourt/Woerth-Affäre bringt die Regierung in Bedrängnis. Hat der derzeitige Arbeitsminister Eric Woerth während seiner Zeit als Haushaltsminister bei Steuersünden von Liliane Bettencourt "ein Auge zugedrückt"? Presse und Opposition prangern einen Interessenkonflikt des Ministers an, dessen Frau beim Vermögensverwalter der L’Oréal-Erbin als Finanzberaterin tätig war. Bettencourt, die reichste Frau Frankreichs, ist ebenfalls großzügige Parteispenderin der Regierungspartei UMP, deren Schatzmeister... Eric Woerth heißt. Obwohl unter Beschuss stehend, kann sich Woerth auf den Rückhalt des Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy verlassen, da der Staatschef unbedingt die Rentenreform bis Herbst durchs Parlament bringen will. Für Libération offenbart die Affäre die "zwielichtigen Beziehungen der konservativen Elite" mit dem Großkapital. Sie zeuge zudem "vom Bruch mit dem arbeitenden Frankreich, das am Monatsende knapp bei Kasse ist".
Das Spiel dauert nun schon seit zwei Jahren: Athen gibt vor, den Forderungen seiner Gläubiger und Partner zu entsprechen, und seine Gläubiger und Partner geben vor, den griechischen Beteuerungen Glauben zu schenken. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts sollte diesem Bluff endlich ein Ende gesetzt werden.
Die Stärkung nationaler Werte steht im Zentrum des politischen Projekts des ungarischen Ministerpräsidenten. Seit Anfang des Jahres stellt sich diese Ambition auf der Budaer Burg aus: Fünfzehn Auftragsbilder werden gezeigt
Seit die Portugiesen dem strikten Regime von IWF, EU und EZB unterliegen, kaufen sie anders ein. Die Krise treibt zum Sparen an, aber macht auch kreativ.