Gleichstellung: Warschau unter Beschuss
"Mini-Gleichstellung", titelt die Gazeta Wyborcza, während Polen drakonischen Sanktionen entgegensieht, weil es vier EU-Richtlinien über die Gleichstellung in Gesundheitswesen, Bildung und am Arbeitsplatz ignoriert. Die Warschauer Tageszeitung berichtet, die Regierung werde ein tägliches Strafgeld von bis zu 260.000 Euro zahlen müssen solange die nationale Gesetzgebung nicht nachzieht. Obwohl die Regierung einen entsprechenden Gesetzesentwurf bereits vorbereitet hat, wird sie von der katholischen Kirche und von Nichtregierungsorganisationen angegriffen. Die Kirche argumentiert, dass die EU-Maßstäbe zur Gleichstellung das Land "verschiedenen, nicht spezifizierten Formen des Drucks" aussetzen könnten (gemeint sind homosexuelle Ehen). Den NROs hingegen gehen die vorgeschlagenen Regelungen nicht weit genug.
Das Spiel dauert nun schon seit zwei Jahren: Athen gibt vor, den Forderungen seiner Gläubiger und Partner zu entsprechen, und seine Gläubiger und Partner geben vor, den griechischen Beteuerungen Glauben zu schenken. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts sollte diesem Bluff endlich ein Ende gesetzt werden.
Die Stärkung nationaler Werte steht im Zentrum des politischen Projekts des ungarischen Ministerpräsidenten. Seit Anfang des Jahres stellt sich diese Ambition auf der Budaer Burg aus: Fünfzehn Auftragsbilder werden gezeigt
Seit die Portugiesen dem strikten Regime von IWF, EU und EZB unterliegen, kaufen sie anders ein. Die Krise treibt zum Sparen an, aber macht auch kreativ.