Fiat: Flexibilität gegen Arbeitsplatz
"Gestern, heute und morgen?" Am Tag, nachdem die Arbeitnehmer des Fiat-Werks in Pomigliano d’Arco bei Neapel in einem Referendum für mehr Flexibilität im Austausch gegen die Aufrechterhaltung des Werks und den Standortwechsel der heute noch in Polen gefertigten Produktion gestimmt haben, nimmt L’Unità den Titel eines berühmten Films von Vittorio De Sica wieder auf. Die linksgerichtete Tageszeitung fragt, wie sich diese Befragung wohl auf die Beziehungen innerhalb der italienischen Industriewelt auswirken wird, eventuell mit einer "Erweiterung des Pomigliano-Modells auf andere Werke im Land". "Dies ist nur die erste Etappe des Projekts von [Hauptgeschäftsführer] Sergio Marchionne", der, so L’Unità, "die Arbeitseinteilung und die Beziehungen in der Industrie radikal ändern will."
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.