SOS gegen die Finanzlobby
"EU-Politiker: Wir brauchen Hilfe!" Die Berliner Tageszeitung titelt mit einem ungewöhnlichen Appell von 22 EU-Parlamentariern aller großen Fraktionen. Am 21. Juni forderten sie die Zivilgesellschaft und die Kommission auf, ein Gegengewicht zur übermächtigen Lobby des Banken- und Finanzsektors in Brüssel zu bilden, der die Deutungshoheit über Expertisen halte. "Mutig", meint die TAZ, "aber es wäre naiv, zu glauben, dass es schon ausreicht, wenn sich das EU-Parlament einen wissenschaftlichen Dienst zulegt oder Nichtregierungsorganisationen ein paar hauptamtliche Stellen für Finanzexperten schaffen. Dieser ungleiche Kampf lässt sich nur gewinnen, indem man die Spezialisten überflüssig macht", heißt, die Finanzmärkte müssen transparent werden.
Das Spiel dauert nun schon seit zwei Jahren: Athen gibt vor, den Forderungen seiner Gläubiger und Partner zu entsprechen, und seine Gläubiger und Partner geben vor, den griechischen Beteuerungen Glauben zu schenken. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts sollte diesem Bluff endlich ein Ende gesetzt werden.
Die Stärkung nationaler Werte steht im Zentrum des politischen Projekts des ungarischen Ministerpräsidenten. Seit Anfang des Jahres stellt sich diese Ambition auf der Budaer Burg aus: Fünfzehn Auftragsbilder werden gezeigt
Seit die Portugiesen dem strikten Regime von IWF, EU und EZB unterliegen, kaufen sie anders ein. Die Krise treibt zum Sparen an, aber macht auch kreativ.