Frankreich
Eine Staatsaffäre
21. Juni 2010
Presseurop
Libération
Libération, 21. Juni 2010
Das ist "ein footoir" [ein fußballerischer Saustall], betitelt die Libération in einem Wortspiel den Eklat in der französischen Fußball-Nationalmannschaft. Die gesamte französische Presse hält das Team nach der WM-Niederlage gegen Mexiko am 17. Juni für "lächerlich". Ein Spieler beleidigt seinen Trainer, die Mannschaft verweigert das Training, der Delegationschef des französischen Fußball-Verbandes FFF tritt zurück und die Sportministerin will vor Ort eingreifen. Für einige spiegelt sich in dieser Krise die Unzufriedenheit der französischen Gesellschaft wider.
Das Spiel dauert nun schon seit zwei Jahren: Athen gibt vor, den Forderungen seiner Gläubiger und Partner zu entsprechen, und seine Gläubiger und Partner geben vor, den griechischen Beteuerungen Glauben zu schenken. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts sollte diesem Bluff endlich ein Ende gesetzt werden.
Die Stärkung nationaler Werte steht im Zentrum des politischen Projekts des ungarischen Ministerpräsidenten. Seit Anfang des Jahres stellt sich diese Ambition auf der Budaer Burg aus: Fünfzehn Auftragsbilder werden gezeigt
Seit die Portugiesen dem strikten Regime von IWF, EU und EZB unterliegen, kaufen sie anders ein. Die Krise treibt zum Sparen an, aber macht auch kreativ.