Die Taufe des Europäischen Währungsfonds
"Ein historisches Abkommen für den Europäischen Währungsfonds in Sicht", schreibt Les Echos. Die französische Wirtschaftszeitung enthüllt einige der Klauseln des Stabilisierungsfonds, der am 7. Juni von den Finanzministern der Eurozone in Luxemburg verabschiedet werden soll. "Die Verhandlungen haben sich in der letzten Woche vor allem zwischen Paris und Berlin intensiviert" und führten zu einem Vertrag über "die Interventionsmechanismen des über Marktanleihen finanzierten Stabilisierungsfonds zur Rettung des Euro". Der Fonds soll mit 750 Milliarden Euro dotiert sein, erklärt die Zeitung, "von denen 250 Milliarden aus dem Internationalen Währungsfonds (IWF), 60 Milliarden von der Europäischen Kommission und 440 Milliarden von den Ländern der Eurozone gestellt werden". "Die Anleihen des Fonds werden von allen Ländern der Eurozone garantiert, die damit auf eine größere Glaubwürdigkeit hoffen." Die Euro-Staaten wären somit auch die Hauptakteure, denn "die Entscheidung über die Ausgaben liegt bei der Eurogruppe. Die Europäische Kommission, die weitere 60 Milliarden Euro zur Verfügung stellen könnte, wird hierbei auf die Zuschauerränge verbannt."
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.