Waffen im Weg der Pipeline
Polen könnte dem deutsch-russischen Vorhaben des Baus der Ostseepipeline einen großen Stein in den Weg legen; und zwar mit Hilfe der EU-Strategie für den baltischen Raum, schreibt Polska. Die Europäische Kommission hat Polen mit der damit beauftragt, den Ostseeboden von chemischen Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg zu säubern. Die polnische Analyse spricht von einem extrem gefährlichen Lager, das auf dem Grunde der Ostsee schlummert, und das ein entscheidendes Hindernis für den Bau der Pipeline werden könnte, die in Polen ohnehin als geopolitische Bedrohung wahrgenommen wird. "Nach vorsichtigen Schätzungen liegen rund 40.000 Tonnen chemischer Waffen auf dem Grund des Ostsee, von den mindestens 300.000 Tonnen klassischer Munition, die unter Wasser vor sich hin rostet, ganz zu Schweigen" – erklärt die polnische Zeitung. Warschau, Stockholm und Helsinki waren von Anfang an erbitterte Gegner des deutsch-russischen Unternehmens. Sollte die Gasleitung durch die See zu gefährlich sein, könnte eine Landroute als Alternative dienen – durch Polen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.