Merkels Koalition in Gefahr
Es ist "der Anfang vom Ende der schwarz-gelben Koalition in Berlin", versichert die Tageszeitung. Denn Angela Merkel (CDU) und ihr liberaler Koalitionspartner (FDP) erlebten bei den Wahlen im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen am 9. Mai eine harte Niederlage. In diesen "kleinen Bundestagswahlen" erreichten weder die Berliner Regierungspartei CDU (34,6 Prozent) noch die SPD (34,5 Prozent) eine klare Mehrheit, und die Liberalen verloren die Hälfte ihrer Stimmen im Vergleich zur Bundestagswahl vom September 2009 (6,7 Prozent). Die regierungskritische Tageszeitung spricht den NRW-Wählern dann auch prompt ihren Dank aus. Für die Kanzlerin braut sich jetzt auf Bundesebene einiges zusammen, da mit der konservativen NRW-Mehrheit auch die Mehrheit im Bundesrat verloren geht. "Faktisch gibt es in Berlin damit wieder eine Allparteienregierung", urteilt die taz. Über eine "arrogante" Regionalpolitik hinaus (WAZ) sieht die Presse vor allem die Steuersenkungspolitik in der Verantwortung, die von den Wählern klar zurückgewiesen wurde; aber auch das politische Desaster durch Angela Merkels Zögern in der Griechenland-Krise.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.