Lady Ashtons Monsterbehörde
Vier Monate nach dem Amtsantritt der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, haben sich die Siebenundzwanzig auf die „Prinzipien zu Organisation und Arbeitsweise des neuen Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) geeinigt“, berichtet El Periódico. Die Zeitung erklärt, dass der EU-Außendienst künftig weltweit über 130 Delegationen, 5000 Beamte und einen Haushalt von 30 Milliarden Euro verfügen wird. Der Dienst unterliege aber vor allem den „großen“ Ländern, die sich die wichtigsten Posten sichern, bedauert Dziennek Gazeta Prawna. Le Soir zeigt sich skeptisch und redet von einem „institutionellen Alien“, ein Gebilde, in dem neben EU-Diplomaten auch Diplomaten der Nationalstaaten mitmischen, „die die Hauptstädte dem Dienst auf Zeit „ausleihen".“ Dies werde zu einem Ringen zwischen den Mitgliedsstaaten führen, die ihre „eigenen“ Funktionäre in den wichtigsten Posten des EADs sehen möchten, während die Kommission darum kämpfe, „den gemeinschaftlichen Charakter des Außendienstes zu sichern“.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.