Europas Albtraum
"Griechenlands Zusammenbruch wird zum Albtraum für Europa", titelt Les Echos. Am 2. April haben in der Tat zwei Nachrichten "die Hoffnungen auf eine baldige Genesung der griechischen Staatsfinanzen zunichte gemacht." Zuerst prognostizierte Eurostat die griechische Staatsverschuldung des Vorjahrs auf fast 14 Prozent des BIPs, anstelle der zuvor geschätzten 12,7 Prozent. Danach wurde die Bonitätsnote des Landes von der Rating-Agentur Moody's erneut abgestuft. Folge: Panik an den Börsen, Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen in Rekordhöhe und der Euro sank unter 1,33 Dollar. "Nicht nur Griechenland könnte im Wasser des Styx versinken", kommentiert Les Echos "sondern ganz Europa." Währenddessen halten sich die Griechen nach den Attacken der deutschen Presse offenbar beim Kauf deutscher Produkte zurück, notiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der deutsche Export nach Griechenland sank 2009 um 19,4%.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.
Indem sie, wie Anfang der Woche EU-Kommissarin Neelie Kroes, den Euro-Austritt Griechenlands in Erwägung ziehen, scheinen die Politiker das Terrain auf diese Eventualität vorbereiten zu wollen. Zum selben Zeitpunkt verhandelt Athen noch mit den privaten Gläubigern über einen Forderungsverzicht.