Ein Fiat schiebt die Wirtschaft an
Einen Tag nachdem bekannt wurde, dass Cordero di Montezemolo das Steuer des größten italienischen Unternehmens an John Elkann weiterreicht, titelt La Stampa: "Fiat soll aufgeteilt und wieder ganz von vorn anfangen." Damit fällt Fiat nicht nur in den Schoß der Familie Agnelli zurück, sondern präsentiert zeitgleich auch ein neues Industrieprogramm, welches den Automobilbereich von allen anderen Aktivitäten trennen wird. Zudem sollen weltweit neue Bündnisse geschlossen werden, berichtet die Zeitung der turinischen Gruppe. Nach Meinung des Wirtschaftsexperten Mario Deaglio orientiert sich dieses Vorhaben an einem "globalen Markt, der nur wenige Fabrikanten zählt", deren "untere Überlebensgrenze auf sechs bis sieben Millionen Fahrzeuge jährlich geschätzt wird". Konkrete Beispiele für diese Unternehmenspolitik ist der Kauf Chryslers durch Fiat, aber auch das Abkommen zwischen Renault und Daimler. In der gegenwärtigen Flaute trägt dieses Programm "erstmals dazu bei, dass man sich Gedanken darüber macht, wie das neue wirtschaftliche Italien aussehen soll, welches die gegenwärtige Krise gebären wird", schlussfolgert Deaglio.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.