Prag, Hauptstadt der Abrüstung
"Obama und Medwedew werden in Prag eine neue Welt gestalten", titelt die Hospodářské noviny stolz. Heute sollen der amerikanische und der russische Präsident in der tschechischen Hauptstadt ein Abkommen über die strategische Abrüstung (START) unterzeichnen, ein Folgeabkommen von dem von 1991. Anlässlich dieses Ereignisses befindet sich die Hauptstadt im Ausnahmezustand, erklärt die Tageszeitung, nach der "in Prag noch nie so starke Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind". Nach der Unterzeichnungsfeier in der Burg und unter Anwesenheit des tschechischen Präsidenten Václav Klaus wird Barack Obama die Staatschefs von elf Ländern des ehemaligen Ostblocks treffen, "um sie nach Washingtons Aufgabe des Raketenschutzschild-Projektes in der Tschechischen Republik und in Polen zu beruhigen". Diese Kursänderung "ist nicht gegen die Interessen der Länder gerichtet, die aus Sicht Russlands immer noch in dessen Einflusssphäre gehören".
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.