Bukarest, Hinterzimmer der Cosa Nostra
Seit mehr als zwanzig Jahren wurde er von der italienischen Polizei wegen Folter und Mordes an einem anderen Mafioso 1999 gesucht. Nun wurde der in Italien in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilte Giuseppe Scuderi, 44, in Bukarest verhaftet. Scuderi hätte seit drei Jahren mit seiner Frau unter falschem Namen in Rumänien gelebt, berichtet Aderavul. Seine Verhaftung zeuge von den neuen Praktiken der Cosa Nostra, erklärt die Bukarester Tageszeitung. Auch wenn die kriminelle Organisation überall in Europa Filialen unterhalte (in Deutschland, Frankreich, Schweiz, Russland, Großbritannien), so sind die osteuropäischen Länder zum "Rückzugsgebiet" für Mafiosi geworden, die von der italienischen Polizei gesucht würden. Ganz besonders Rumänien, wo sie sich wie zu Hause fühlten, da die Justiz dort keinen übermäßigen Fleiß zeige, auch wenn seit Rumäniens EU-Beitritt 2007 mehrere italienische Clan-Mitglieder verhaftet worden seien.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.