Eizellen, die etwas andere Ware
"Hilfe für kinderlose Paare oder eine neue Form der Prostitution?" Mit dieser Frage schockt die Information auf ihrer Titelseite und stellt fest, dass sich die Diskussion um den Handel mit Eizellen in Dänemark zuspitzt. Die Dänen hätten immer mehr Bedarf an Eizellen, erklärt die Tageszeitung, weil die Däninnen immer später mit dem Kinderkriegen begönnen. Seit Anfang des Jahres hat das größte Krankenhaus des Landes Rigshospitalet 40 Frauen künstlich befruchtet, die keine eigenen Kinder bekommen konnten. Der Chef des Fruchtbarkeitszentrums des Rigshospitalet Anders Nyboe Andersen bietet den Spenderinnen 1000 Euro an. Bente Holm Nielsen, Ärztin und Mitglied des Verbandes Dansk Kvindesamfund (Dänische Gesellschaft der Frauen) findet diese Idee grotesk: "Die Eizelle wird zur Ware und die Frauen befinden sich in einer Situation der Reproduktionsprostitution." Bis jetzt ist es in Dänemark noch verboten, für Eizellen zu zahlen. Wenn aber eine Frau, die hormonal behandelt wird, mehr Eizellen als nötig produziert, muss sie diese an andere Frauen abgeben.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.