Arbeit, aber zu welchem Preis?
"Was würdest Du alles für einen Job machen?" fragt die Tageszeitung Gândul und erzählt die Geschichte einer Mutter und ihrer zwei Kinder. In der rumänischen Filiale eines britischen Unternehmens arbeitet sie als Programmiererin. Vor ihrem Computer brach sie am 9. März buchstäblich zusammen und befindet sich seitdem im Koma. Schon einmal verlor Ernst & Young eine Angestellte, die im April 2007 zu einem Karoshi-Opfer wurde. So nennt man den Tod durch Überarbeitung, der erstmals 1969 in Japan festgestellt wurde. Nun fragt sich die rumänische Presse, ob die großen ausländischen Unternehmen, die sich überall im Land niedergelassen haben, nicht zu viel von ihren Angestellten verlangen. Jedoch erklären die von Gândul befragten Arbeitnehmer, dass sie bereit seien "für die monatlichen 1.500 Euro so viel zu arbeiten wie nötig!" Wie die Zeitung berichtet, machen mehr als die Hälfte der Rumänen Überstunden, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.