Kernenergie – das bleibt aber unter uns
"Atommüll wird zum Geheimnis", titelt SME nach der Abstimmung des slowakischen Parlaments am 9. Mai, bei der ein neues Gesetz verabschiedet wurde, das Informationen zur Kernenergie als "vertraulich" einstuft. "So werden die Menschen keine Möglichkeit haben zu wissen, ob eine Atommülldeponie oder ein Atomkraftwerk den Sicherheitsregeln entspricht", sorgt sich die Tageszeitung aus Bratislava. SME gibt das Wort an Abgeordnete der Opposition, deren Auffassung nach eine solche Verheimlichung "gegen die Verfassung und Europäisches Recht verstößt". Die Abgeordneten der Regierungskoalition haben keine Erklärung abgegeben. Ein Politologe bezeichnet unterdessen das Gesetz als eine "Verletzung der Umweltrechte der Bürger". Nichtsdestoweniger soll demnächst eine Parlamentsdebatte zum dritten und vierten Block des Atomkraftwerkes von Mochovce stattfinden, berichtet die Zeitung. Eine weitere Hypothese zur Erklärung des Gesetzes ist folgende: Die derzeit geplante Europäische Atommülldeponie könnte in der Slowakei errichtet werden.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.