Willst Du mein Foto, Jiří?
Bedienen sich die Sozialisten im Wahlkampf für die Parlamentswahlen im kommenden Mai Tricks, "die an Methoden der Geheimpolizei zu kommunistischen Zeiten" erinnern? Ja, meint Lidové noviny. Siehe den Skandal rund um Jiří Paroubek. Er habe verlangt, dass man auf den Veranstaltungen seiner Partei Anhänger seiner politischen Gegner fotografieren solle. Sie würden als Störenfriede auftreten. Die Datenschutzbehörde hat daraufhin eine Untersuchung angeordnet. Die Gegner des quirligen Paroubeks denunzieren sich selbst, schreibt das Blatt: Sie schicken ausgefüllte Fragebögen zu ihrer Person mit ironischen Bemerkungen, um den Sozialisten "die Arbeit zu erleichtern". Sie haben eine Facebook-Gruppe gegründet und überschwemmen Paroubeks Mailbox mit ihren Fotos.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.