Wie sieht ein EU-Währungsfonds aus?
Endlich "erwacht die Euro-Zone aus dem Schlaf der Gerechten" und denkt über die Schaffung eines europäischen Währungsfonds nach, schreibt das Handelsblatt, nachdem nun auch Wolfgang Schäuble sich für ein Instrument zur Kräftigung einer wachstumsorientierten Wirtschaft in Europa stark macht. Entgegen der Einwände von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark auf der Titelseite, ist der deutsche Finanzminister so auf die Linie seiner französischen Amtskollegin Christine Lagarde und von EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn eingeschwenkt. Angesichts dieses ansehnlichen Konsens fragt sich die Wirtschaftszeitung, ob alle drei wohl dasselbe meinen. "Alles scheint möglich – von einer simplen EU-Kreditfazilität […] bis zu einer neuen Riesenbehörde mit Tausenden von Mitarbeitern. Die Brüsseler Kommission träumt anscheinend wieder einmal davon, sich Zugriff auf die nationale Wirtschaftspolitik zu verschaffen. Der Euro-Fonds käme dann wie ein trojanisches Pferd daher: Darin verborgen wäre eine zentrale Brüsseler Steuerung der nationalen Wirtschaftspolitik."
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.