Barroso stolpert über eine Kartoffel
"Was hat denn José Manuel Barroso gestochen? Man kannte ihn bisher als besseren Strategen." Mit diesen Worten reagiert Le Soir auf die Freigabe des Anbaus der Gen-Kartoffel Amflora des deutschen Chemie-Konzerns BASF. Das Thema, stellt die Tageszeitung aus Brüssel fest, spaltet immer noch. "Musste die Kommission wirklich Partei ergreifen, offiziell im Namen der 'verantwortlichen Innovation', auf jeden Fall aber unter Missachtung aller ihrer Prinzipien der letzten zwölf Jahre?", fragt die Brüsseler Tageszeitung. Sie kritisiert zudem eine zwar "einstimmige" Entscheidung, "aber nach einer schriftlichen Prozedur ohne wirkliche Diskussion der Kommissionsmitglieder", sowie das Timing: "Die Barroso-Kommission hat noch keine einzige weittragende Entscheidung getroffen. Und das ist nun die erste!"
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.