Janukowytsch wirbt um die EU
Die Integration in die EU bleibe eine Priorität – dies kündigte der ukrainische Präsident Janukowytsch bei seinem ersten offiziellen Besuch in Brüssel an. Für die Warschauer Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna bleibt dem ukrainischen Staatsoberhaupt gar nichts anderes übrig als enge Beziehungen aufrechtzuerhalten. Nicht nur ist die Europäische Union der bedeutendste Handelspartner der Ukraine (direkte Investitionen aus der EU sind vier Mal so hoch wie die aus Russland), sondern sie kann Kiew auch dabei unterstützen, Anleihen vom Internationalen Währungsfonds zu beziehen und in Energiefragen Druck auf Moskau auszuüben. "Die Ankündigung des im Westen als pro-russisch angesehenen Janukowytsch war für Brüssel ein wichtiges Signal", schreibt die polnische Zeitung. Die EU beobachtet nun, ob die Ukraine das Angebot des Kremls einer Zollunion mit Russland, Kasachstan und Belarus annimmt oder lieber die Gespräche über ein freies Handelsabkommen mit Brüssel fortsetzt, das, so die Dziennik Gazeta Prawna, bis Ende 2010 unterzeichnet werden könnte.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.