Streitbarer Kompromiss
"Politiken schließt Kompromiss in der Mohammed-Affäre", verkündet Politiken auf seiner Titelseite. Auf Forderung von acht Vereinen, die 94.923 Nachkommen des Propheten Mohammed vertreten, erklärt die linksliberale Zeitung öffentlich ihr Bedauern, Muslime durch den Druck der Mohammed-Karikaturen gekränkt zu haben. Die Entschuldigung gilt jedoch nicht der Veröffentlichung selbst und bedeutet somit keinen Verzicht auf zukünftige Neuerscheinungen. Die Karikaturen waren im September 2005 zunächst von der Zeitung Jyllands-Posten verbreitet worden und trafen damals auf gewalttätige Proteste in der arabischen Welt. Zahlreiche in- und ausländische Zeitungen hatten Jyllands-Posten unterstützt und die Karikaturen ebenfalls gedruckt. Im August 2009 hatte der Anwalt der acht Vereine elf dänische Zeitungen aufgefordert, die Karikaturen von ihren Internetseiten zu löschen, eine öffentliche Entschuldigung zu verfassen und zu versprechen, sie nie wieder zu veröffentlichen. Der Kompromiss des Politiken löste heftige Reaktionen aus. Für den Chefredakteur des Jyllands-Posten "hat Politiken den Kampf um die Pressefreiheit aufgegeben. Er hat sich gestellt, er ist den Drohungen gewichen. Ganz klar: Das ist beschämend."
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.