Anständigkeit in der Beziehung per Gesetz
In Frankreich wird "Psycho-Mobbing in der Paarbeziehung eine Straftat", titelt Le Monde. Am 25. Februar verabschiedeten die Abgeordneten einstimmig ein entsprechendes Gesetzesvorhaben zum besseren Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt. Die neue Straftat, auf die drei Jahre Haft und 75.000 Euro Geldbuße steht, wird rege debattiert, berichtet die Zeitung. Laut Familienstaatssekretärin Nadine Morano rechtfertigt sich die Initiative, da "von den 80.000 Anrufen, die jährlich am Sorgentelefon für häusliche Gewalt eingehen, 84 Prozent psychologische Gewalt betreffen". Richter kritisieren dagegen den Mittelmangel der Sozialdienste, die den Opfern Beistand leisten sollen, und bezeichnen das "Gesetz als Augenwischerei und PR-Aktion", berichtet Le Monde. Die spektakulärste Maßnahme des Gesetzes ist die Einführung einer elektronischen Fußfessel. Wie es bereits in Spanien geschieht, könnte ein gewalttätiger Ehemann zu ihrem Tragen gezwungen werden. In Frankreich stirbt alle drei Tage eine Frau unter den Schlägen ihres Partners.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.