EU-Parlament bemuttert Frauen
20 Wochen bei vollem Lohnausgleich anstatt 14, davon sechs nach der Geburt: Am 23. Februar hat der Ausschuss für die Rechte der Frau und Chancengleichheit vorgeschlagen, den Mutterschutz innerhalb der EU zu verlängern. "Die EU kümmert sich um alles", kommentiert der Leitartikel von Dagens Nyheter. Die schwedische Tageszeitung notiert, dass es einen Zusammenhang zwischen der Anzahl von berufstätigen Frauen und der Geburtenrate gebe. In Ländern wie Schweden, Dänemark oder Finnland, wo der Anteil der berufstätigen Frauen hoch ist, ist es die Anzahl der Kinder pro Frau auch. Doch meint das Blatt, dass "die Idee, Frauen zu zwingen, nach einer Geburt sechs Wochen Urlaub zu nehmen, zwiespältig aufgenommen wird. Der Mutterschutz ist ein Recht kein Muss. Eine Frau kann gute Gründe haben, ihren Job früher wieder aufzunehmen. Sie muss es selber entscheiden, nicht die EU." Für Dagens Nyheter zeigt die Tatsache, dass dieser Gesetzesvorschlag von den EU-Parlamentariern Südeuropas getragen wird, dass "sie sich der EU bedienen, um in ihren eigenen Ländern Reformen durchzusetzen."
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.