EU-Abgeordnete würgen Swift ab
"Das war knapp", schreibt die Tageszeitung, die ihre hohe Zufriedenheit mit den Geschehnissen des 11. Februar nicht verbergen will. Die EU-Abgeordneten legten da ihr Veto gegen "das Ausspionieren von Banktransfers" durch die amerikanischen Behörden ein. Letztere haben nunmehr im Kampf gegen den Terrorismus keinen Zugang mehr zu den Bankdaten europäischer Kunden. Der Zankapfel trägt den Namen Swift, nach dem Namen des Servers, der die Daten speichert. Das Parlament annullierte so ein Ende November von den 27 Innenministern unterzeichnetes Abkommen, heißt einen Tag vor Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon, der dem Parlament das entscheidende Mitspracherecht eingeräumt hätte. Ohne das jetzige Veto hätte "der Rat der Regierungen […] daraus den Schluss ziehen dürfen, dass sich Geheimniskrämerei, Drohungen und Fristverschleppung auszahlen", meint das Berliner Blatt. Die stets wachsame TAZ, wenn es um Fragen der Bürgerrechte oder Datenschutz geht, frohlockt angesichts der nahenden Verhandlungen zwischen der EU und den USA, in denen man "auf Augenhöhe" über die Werte "Freiheit und Sicherheit" sprechen wird. Spiegel Online dagegen sieht in dem Votum eine Quelle für Spannungen im transatlantischen Verhältnis. Zudem könnten die Amerikaner immer noch bilaterale Verhandlungen über den Datenaustausch führen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.