Van Rompuy will eine Wirtschaftsregierung
Herman Van Rompuy besiegelt seinen "ersten wirklichen Auftritt", meldet Le Soir. Am 11. Februar versammelt der Ständige Präsident des Europäischen Rates die europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel zu einem informellen Gipfeltreffen über die Belebung der europäischen Wirtschaft. Er möchte, dass die EU ihre Ziele eingrenzt und in Anbetracht der "individuellen" Situation jedes Landes festsetzt. Sein "Schlachtplan" enthält auch finanzielle Anreize für die "guten Schüler" unter den Staaten, die ihre Verpflichtungen einhalten, anstatt die schwarzen Schafe wie Griechenland mit schwer einsetzbaren Sanktionen zu belegen. Schließlich plädiert der ehemalige belgische Ministerpräsident für die Gründung einer "Wirtschaftsregierung" innerhalb der EU, um die nationalen Krisenstrategien der Staaten besser zu koordinieren. "Über diese Idee einer 'Wirtschaftsregierung' freut sich bestimmt Frankreich, das seit Jahren erfolglos in diese Richtung arbeitet", betont die belgische Tageszeitung. "Andere Länder bleiben hingegen kritisch, insbesondere Deutschland und Großbritannien."
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.