Kirchliche Omertà bröckelt
Ein beispielloser Skandal trifft die deutsche katholische Kirche und in ihr diejenigen, die der Spiegel-Titel als "Die Scheinheiligen" geißelt: Nach den Enthüllungen über sexuellen Missbrauch von Schülern der Berliner Eliteschule Canisius-Kolleg in den 70er und 80er Jahren "bricht die Schweigemauer", meldet das Nachrichtenmagazin. Laut einer Spiegel-Umfrage an den 27 deutschen Bistümern (, der 24 antworteten) stehen oder standen seit 1995 mindestens 94 Geistliche und Laien unter dem Verdacht des Missbrauchs von zahllosen Minderjährigen. Die deutsche Bischofskonferenz wird sich noch im Februar mit den Skandalen beschäftigen, die Kleriker sind jedoch von "echter Selbstkritik" weit entfernt. Denn in Deutschland, wo die Kirchenhierarchie bevorzugt nach dem Motto "Aussitzen oder Versetzen" vorgeht, steht "die Aufarbeitung [im Vergleich zu den Skandalen in den USA oder Irland] erst am Anfang".
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.
Indem sie, wie Anfang der Woche EU-Kommissarin Neelie Kroes, den Euro-Austritt Griechenlands in Erwägung ziehen, scheinen die Politiker das Terrain auf diese Eventualität vorbereiten zu wollen. Zum selben Zeitpunkt verhandelt Athen noch mit den privaten Gläubigern über einen Forderungsverzicht.