Blair vor gezückten Messern
Am 29. Januar erschien Tony Blair vor Lord Chilcots Irak-Ausschuss, um darzulegen, warum er sein Land in die Irak-Invasion von 2003 führte. Der ehemalige britische Premierminister rechtfertigt den Angriff nach wie vor mit der Begründung, dass Saddam Hussein laut dem britischen Geheimdienst im Besitz von Massenvernichtungswaffen war. Die Presse behauptet jedoch zunehmend, dies stimme nicht. Die linksgerichtete Wochenzeitschrift New Statesman unterstützt die Argumentation gegen Blair mit Zeugenaussagen von Regierungsexperten, deren Ratschläge Blair im Vorfeld des Krieges ignorierte. "Über die Jahre legten zahlreiche Enthüllungen – darunter publik gewordene offizielle Aktennotizen und Sitzungsberichte – nahe, dass Blair, obwohl er dies wiederholt bestritt, sich ein volles Jahr vor der Invasion nicht nur für die Entwaffnung, sondern für einen Regimewechsel im Irak (also den Sturz Saddam Husseins) verpflichtete." Die Zeitung zitiert einen führenden Law-Lord (Mitglied des Oberhauses mit Verantwortungsbereich Rechtsfragen), der den Irak-Ausschuss dazu aufruft, den Krieg als illegal zu beurteilen. Die bestärkt die Kampagnen, die Blairs Verhaftung und Anklage als Kriegsverbrecher verlangen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.