Browns "dramatisches Einschreiten"
Ein "von Panik gepackter" Gordon Brown "düste" nach Nordirland, um die verhärteten Fronten um die Machtübertragungsdebatte zu durchbrechen, berichtet der Belfast Telegraph. In dieser streitet man sich darum, ob Westminster der einst kriegszerrütteten Provinz mehr Kompetenzen in Sachen Polizei- und Justizgewalt übertragen sollte. "Bis in die frühen Morgenstunden hinein" leitete der vom irischen Regierungschef Brian Cowen begleitete Brown die Verhandlungen zwischen dem Ersten Minister und Chef der protestantischen Democratic Unionist Party (DUP), Peter Robinson, und dem stellvertretenden Ersten Minister und Sinn Féin-Chef Martin McGuinness. Sein "dramatisches Einschreiten" findet genau zu dem Zeitpunkt statt, in dem man sich auch darum sorgt, dass die Sinn Féin "die zerbrechlichen Institutionen zum Einsturz bringen" könnte. Gemäß dem Belfaster Karfreitagsabkommen sollen die beiden verfeindeten Parteien die Provinz gemeinsam regieren.
Sollte die DUP "sich nicht mit einer schnellen Kompetenzübertragung aus Westminster einverstanden erklären", ist zu befürchten, dass Sinn Féin kurzfristig Neuwahlen für das nordirische Parlament ansetzt. Mit der Spaltung der nordirischen Unionisten – durch die politisch noch sehr junge politische Gruppe Traditional Unionist Voice – die der Meinung ist, dass die DUP ehemalige Terroristen zu mild bestraft –, könnte eine Neuwahl für Sinn Féin von erheblicher Bedeutung sein. Sie könnte zur stärksten Partei der Provinz werden und mit Martin McGuinness, dem ehemaligen Oberbefehlshaber der IRA, an ihrer Spitze das Ruder des Staates übernehmen, den sie eigentlich stürzen wollte.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.