Niemand will den Kernmüll haben
Der endgültige Standort des zweiten Endlagers für radioaktiven Müll in Spanien steht immer noch nicht fest. Das Ablaufdatum der Bewerbungsfrist – der 30. Januar – rückt immer näher, doch "bis jetzt hat sich nur Yebra, ein Dorf aus der Provinz Guadalajara beworben", erklärt ABC, und dies trotz der "Investitionen in Millionenhöhe und der Arbeitsplätze, die dieses Projekt in Krisenzeiten bietet". Die Tageszeitung stellt fest, dass es sich für die meisten Gemeinden um "ein Danaergeschenk" handelt, denn andere Bewerbungen, wie die von Ascó (Provinz Tarragona), mussten aufgrund des Bevölkerungsdrucks und des Zögerns der politischen Parteien wieder zurückrudern. In ihrem Editorial findet die konservative Tageszeitung, die Geschichte symbolisiere "das fragmentierte Magma der lokalen Interessen, die jede landesweite Politik ersetzen bzw. minimieren".
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.