Der TGV rollt rückwärts
"Die SNCF erwägt für 2011 die Einstellung einiger Streckenverbindungen ihres TGV [train à grande vitesse, Hochgeschwindigkeitszug]", titelt Les Echos. Aufgrund von Umsatzeinbußen dürfte die staatliche Eisenbahngesellschaft, eines der größten staatlichen Unternehmen Frankreichs, die Frequenz bestimmter Verbindungen reduzieren, oder gar vollständig streichen. Dabei handele es sich vor allem um Regionalstrecken, die nicht über die Hauptstadt Paris führen, wie beispielsweise Lille-Straßburg oder Bordeaux-Straßburg. Laut der Wirtschaftstageszeitung sei jeder fünfte TGV unrentabel. "Die goldenen Zeiten des TGV sind vorbei", kommentiert Les Echos, für die die Krise und die Erhöhung der Gebühren, die die SNCF für die Nutzung des Bahnnetzes bezahlen muss, dafür verantwortlich sind. Die SNCF dementierte noch am selben Tag, bestimmte Strecken des TGV 2010 streichen oder deren Frequenz reduzieren zu wollen, ohne dies allerdings "längerfristig" auszuschließen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.