Haiti
EU braucht zu lange für ihre Hilfe
15. Januar 2010
Presseurop
De Standaard De Standaard vom 15. Januar 2010
Der Ministerrat zur Nothilfe für Haiti am Montag, den 18. Januar, findet nach Meinung des belgischen Ministers für Entwicklungszusammenarbeit Charles Michel (MR, Mouvement Réformateur) "zu spät" statt. Natürlich beschäftigt sich diese von Catherine Ashton, Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, einberufene Versammlung vor allem mit mittel- und langfristiger Hilfe, aber Michel ist der Auffassung, das die aktuelle Situation eine "kurzfristige technische Koordination vor Ort" erfordert, liest man im Standaard, der den Minister aus einer Radiosendung zitiert. Die Koordinierung der Hilfen ist aufgrund der chaotischen Situation, der Vielzahl an Flugzeugen und der Verwüstung der Infrastruktur extrem schwierig.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.