Undercover bei den Populisten
Nachdem sie vier Monate unter falschem Namen bei der PVV (Partei für Freiheit) als Praktikantin gearbeitet hat, veröffentlicht Karen Geurtsen, Journalistin von HP/DE Tijd, den ersten Teil einer dreiteiligen Reportageserie über die ausländerfeindliche Partei von Geert Wilders. Geurtsen, die ohne Probleme in Wilders Team aufgenommen wurde, wollte über die "Gefährlichkeit" des wohl umstrittensten niederländischen Politikers recherchieren. Der erste Teil des "PVV-Tagebuchs" bietet auch gleich einen Scoop. Intern hätte Wilders eingestanden, dass sein Vorschlag, eine Kopftuchsteuer einzuführen, zu weit gegangen sei. Aussage, die er umgehend dementierte. Die Methode der Zeitung rief nicht nur positive Reaktionen hervor: Manche Leser bezichtigten das Blatt der "kindischen Spioniererei", um Leser zu gewinnen. Man praktiziere einen "Boulevardblatt-Journalismus". Die Kollegen von NRC Next bedauern die mangelnde Deontologie.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.