Island: Bewohner wichtiger als Banken
Der Präsident von Island erhebt Einspruch gegen die Rückzahlung von 3,6 Milliarden Pfund. Großbritanien droht daraufhin, Islands Beitritt zur Europäischen Union zu blockieren, berichtet die Times. Nach dem Zusammenbruch von Icesave garantierten Großbritannien und die Niederlande im vergangenen Jahr die Bankeinlagen von über 400.000 Investoren. Nach dem Kollaps der Online-Filiale der zweitgrößten Bank des Inselstaates hatte das Parlament einen Entwurf verabschiedet, in dem die Rückzahlungstermine festgesetzt wurden. Allerdings „verblüffte“ Präsident Ólafur Grimsson nun „die weltweite Finanzwelt, indem er seine Unterschrift verweigerte und es somit ablehnte, den Rückzahlungsplan zum Gesetz zu machen“, berichtet die Londoner Tageszeitung. Er erklärte, dass „die Angelegenheit im Rahmen eines Referendums von den 243.000 isländischen Wählern“ entschieden werden soll. Schließlich seien sie es, die über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren dafür aufkommen müssen. Der britische Finanzminister Lord Myners warnte vor allem davor, dass die Isländer damit einen Status als „Aussätzige“ riskieren. Seiner Meinung nach „wird Island sicher auch alle seine Beziehungen zur EU verlieren, wenn es nicht schafft, das Geld zurückzuzahlen“.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.