Serbien
Belgrads Belohnung
22. Dezember 2009
Presseurop
Politika
Politika, 22. Dezember 2009
Heute, am 22. Dezember reist Serbiens Präsident Boris Tadić nach Stockholm, um den Antrag auf die EU-Mitgliedschaft seines Landes offiziell einzureichen.
Dieser Antrag wird als Belohnung gewertet für die Fortschritte in Serbien seit dem Sturz des Milošević-Regimes im Jahr 2000. "Stockholm begrüßt Belgrads Kandidatur", zitiert Politika den schwedischen Botschafter in Serbien, Krister Bringeus, auf der heutigen Titelseite. Die Tageszeitung unterstreicht jedoch, dass der EU-Beitritt Serbiens weiterhin abhängig ist von Reformen im Justizbereich, vom Kampf gegen die Korruption und von der Kooperation mit dem internationalen Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.