Stromausfall-Risiko
Schlittert Frankreich in den Stromausfall? Der Stromverbrauch wird von der Kältewelle, die das Land überzieht, in die Höhe getrieben und steigt unaufhörlich. Le Monde warnt das Land vor einer Stromknappheit und erklärt, dass "sieben Millionen französische Haushalte" mit Strom heizen, was der "Hälfte der europäischen Elektroheizungen entspricht". Wenn die Temperaturen weiterhin unter dem Durchschnitt bleiben, könnte es der Zeitung nach in Frankreich zu Stromausfällen kommen, denn das "französische System der Kernenergie (85% der Stromproduktion) ist für den winterlichen Spitzenverbrauch ungeeignet". So musste Electricité de France mehrere tausend Megawatt aus Deutschland importieren, dessen Kanzlerin von der Tageszeitung angeklagt wird, die "größte Klimakillerin" zu sein. Die Berliner Zeitung stellt nämlich fest, dass Angela Merkel, die sich öffentlich als "leidenschaftliche Umweltschützerin" darstellt, ihr Kanzleramt mit Kohle und Gas beheizt. Das sind in Deutschland billige Energiequellen, die zwar pro Jahr 71.631 Euro sparen, aber 4715 Tonnen CO2 ausstoßen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.