Riesenanleihe für Superuniversitäten
Nicolas Sarkozy kündigte am 14. Dezember die Gründung von zehn so genannten Exzellenz-Universitätszentren an, die mit 10 Milliarden Euro aus der "großen Staatsanleihe" – insgesamt 35 Milliarden Euro – finanziert werden sollen. Mit dem Titel "University of Sarkozy" weist die Pariser Tageszeitung Libération darauf hin, dass der französische Präsident Universitäten anvisiert, die mit Harvard oder Berkeley rivalisieren können. Libération begrüßt zwar die Ambitionen zur Finanzierung öffentlich-privater Zentren, in welchen "Innovationen und Arbeitsplätze" geschaffen werden, befürchtet jedoch, dass das Nachbilden von geografisch konzentrierten Modellen wie Silicon Valley in Frankreich nicht so gut funktioniert. "Keine [dieser Anlagen] entstand von Anfang an aufgrund eines Staatsbeschlusses", erklärt Libération. Ein weiterer Kritikpunkt ist "die sehr naturwissenschaftliche, sehr wirtschaftliche, kurz: sehr utilitaristische Couleur" des ganzen Apparats. Die Zeitung hätte sich einen ebensolchen Elan für Universitäten der Sozialwissenschaften, Psychologie, Literatur oder Geschichte gewünscht.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.