Mit Schocktherapie aus der Krise
Es gibt nichts besseres als eine Schocktherapie um die Wirtschaftskrise zu überwinden, meint Leszek Balcerowicz. Zwanzig Jahre nach den ersten freien Wahlen in Polen will der ehemalige Solidarność-Wirtschaftswissenschaftler dasselbe Rezept anwenden, das dem Land in den neunziger Jahren von der Planwirtschaft in die Marktwirtschaft half. "Vertrauen und Solidarität sind die unentbehrlichen Zutaten, um dem Schock entgegenzuarbeiten, in den die Krise uns gestürzt hat", erklärte der ehemalige Finanzminister und Gouverneur der polnischen Zentralbank in der rumänischen Tageszeitung Cotidianul. "Erleben wir gerade einen weltweiten Solidarność", fragt das Blatt und erinnert daran, dass Polen das einzige der zehn Länder der Osterweiterung 2004 ist, dessen Wirtschaft 2009 gewachsen ist : um 0,8 Prozent im ersten Trimester.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.