Gesundheitstourist bleibt im Wartezimmer
"Die Bürger eines EU-Mitgliedsstaates werden sich ihre operativen Eingriffe nur in dem Land zurückerstatten lassen können, in dem sie leben", kündigt Adevărul in seiner spanischen Ausgabe an. Die Gesundheitsminister der 27 Länder haben es in der Tat nicht geschafft, sich auf ein Richtlinienprojekt zur grenzübergreifenden medizinischen Versorgung zu einigen. Frankreich, Schweden und Großbritannien hatten sich dafür eingesetzt, dass man sich in dem Land seiner Wahl behandeln lassen könnte. Vor allem Spanien sprach sich dagegen aus und andere Länder unterstützten es dabei, v. a. Rumänien und Polen.
Die spanische Gesundheitsministerin Trinidad Jiménez hat gegenüber El País erklärt, dass dieses Projekt "das Gesundheitswesen gefährdet". Dieses sei "kein Handelsgut" und würde für ein Land wie Spanien, in dem zahlreiche Rentner aus anderen EU-Ländern wohnen, exorbitante Kosten nach sich ziehen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.