Kopenhagen, Stippvisite oder Schaubühne
"Der mächtigste Mann der Welt wird zur Klimakonferenz nach Kopenhagen [COP15] kommen", kündigt die Jyllands-Posten an. Die dänische Tageszeitung bedauert aber, dass Barack Obama sich leider entschlossen hat, am 9. Dezember zu kommen "wenn kein anderer Staatschef anwesend sein wird", bevor er nach Oslo fährt, um dort seinen Friedensnobelpreis entgegenzunehmen. "Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass andere Regierungschefs wie z.B. der chinesische Staatspräsident Hu Jintao oder der indische Ministerpräsident Manmohan Singh nicht kommen werden", berichtet Jyllands-Posten und fürchtet, dass dies "die Möglichkeit einer Einigung bezüglich der Reduzierung von Treibhausgasen schwächen" könnte. Was den französischen Präsidenten angeht, ist dies nicht der Fall. Er lehnt eine "Einigung mit Abstrichen" ab und fährt am 26. November nach Brasilien, um die Staaten Südamerikas davon zu überzeugen, sich der europäischen Position anzuschließen. "Auch wenn er von keinem anderen europäischen Staatschef dazu aufgefordert wurde, möchte Nicolas Sarkozy die Methode des Forcierens wieder aufnehmen", berichtet Le Figaro. Und vor allem will er die Chance nicht verpassen, als Architekt eines Klima-Konsens' dazustehen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.