Verteidigung eint
Am heutigen Donnerstag kündigen der polnische Ministerpräsident Donald Tusk und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Paris eine gemeinsame Verteidigungsinitiative für Europa an. Laut Gazeta Wyborcza berührt die polnisch-französische Erklärung Themen wie die Reform der EU-Kampftruppen, die Verstärkung der zivilen Einsatzmöglichkeiten (d. h. besseres Reaktionsvermögen auf Naturkatastrophen) und die gemeinsame europäische Verteidigungsplanung. Der Tusk-Sarkozy-Plan sieht auch die Festigung der Beziehungen zwischen EU und NATO vor. Verschiedene Quellen berichten davon, dass man die Initiative im polnischen Außenministerium als Wiederholung von Saint Malo 1998 bezeichnet. Jedoch nimmt nun Polen den Platz Großbritanniens ein, dessen zukünftige Tory-Regierung nicht geneigt ist, die Partnerschaft mit Paris weiterzuführen, um ein gemeinsames Verteidigungsprogramm auszuarbeiten. Den Keimling für die französisch-polnische Verteidigungspartnerschaft pflanzte man schon im Juli. Damals unterbreitete der polnische Außenminister Radosław Sikorski seinem französischen Amtskollegen Bernard Kouchner seinen Plan. Tusk und Sarkozy werden auch eine Erklärung zur Energiepolitik für die EU unterzeichnen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.