Wer ist ein Jude?
In Großbritannien berichtet The Guardian darüber, dass der Oberste Gerichtshof darum gebeten wurde "einen genaueren Blick darauf zu werfen, wer als Jude gilt". Im betreffenden Fall geht es um Streitigkeiten um die Aufnahmepolitik der Jews' Free School (JFS, Kostenlose Jüdische Schule) im Londoner Kenton. Die Schule hat ein Kind abgelehnt, welches als Jude aufgezogen wurde. Begründung: Die Mutter ist nicht jüdischer Abstammung. Laut britischer Gleichheitsgesetze sind Juden nicht einmal eine religiöse Minderheit, sondern eine eigenständige ethnische Gruppe. Unter dieser Tatsache entschied das Berufungsgericht in vorheriger Instanz, dass die Anwendung der Regel der Erbfolge der mütterlichen Linie an der JFS einer nicht akzeptablen rassischen Diskriminierung gleichkommt. The Guardian merkt an, dass der Oberste Gerichtshof auch darüber entscheiden muss, ob "die Gesetzgebung, die entworfen wurde, um Minderheiten zu schützen“, zur "Verurteilung jüdischer Traditionen" verwendet werden sollte. Die Zeitung fragt sich, ob es nicht besser wäre, "die Aufnahme an der Schule von sämtlichen Glaubensfragen unabhängig zu machen und somit das Gesetz von Religionsangelegenheiten zu befreien".
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.
Indem sie, wie Anfang der Woche EU-Kommissarin Neelie Kroes, den Euro-Austritt Griechenlands in Erwägung ziehen, scheinen die Politiker das Terrain auf diese Eventualität vorbereiten zu wollen. Zum selben Zeitpunkt verhandelt Athen noch mit den privaten Gläubigern über einen Forderungsverzicht.