Laut Papst eine gute Droge
Karl Marx, der den Satz "Religion ist das Opium des Volkes" geprägt hat, würde sich wohl in seinem Grab auf dem Londoner Highgate-Friedhof umdrehen, wenn er von der heutigen Nachricht erfahren würde: Der Vatikan heißt seine Theorien gut. Wie die Times berichtet, hat die offizielle päpstliche Zeitung L’Osservatore Romano erklärt, "dass die frühe Kritik, die Marx am Kapitalismus übte, die gesellschaftliche Entfremdung betont hat, die ein Großteil der Menschheit empfunden hat, die von wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen wurden und es auch heute noch immer sind". Der Autor des Kommunistischen Manifests, der 1883 starb, wird damit in eine recht neu entstandene Liste historischer Persönlichkeiten aufgenommen, die zuvor von der Katholischen Kirche scharf kritisiert wurden (zu ihnen gehören auch Galileo Galilei, Charles Darwin und seit kurzem Oscar Wilde). Die Zeitung, mit deren Inhalt der Papst einverstanden sein muss, erklärt weiterhin, dass die Arbeiten von Marx besonders heutzutage wieder relevant sind. Viele Menschen befänden sich auf der Suche nach "einer neuen Harmonie" zwischen ihren Bedürfnissen und der natürlichen Umwelt. Allerdings merkt sie auch an, dass "nichts den Interessen des Philosophen Marx so sehr geschadet hat wie der Marxismus selbst".
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.