Saramago gegen die Götter-Riege
Der Schriftsteller José Saramago ist wieder einmal in Schwierigkeiten. Sein jüngstes Buch, Kain, hat eine Reihe von Angriffen ausgelöst und sogar dazu geführt, dass ein Europaabgeordneter verlangte, dem Nobelpreisträger die portugiesische Staatsangehörigkeit zu entziehen. "Den umstrittensten aller portugiesischen Schriftsteller", wie ihn die Diario de Noticias nennt, überrascht die Empörung der Katholiken, "weil sie die Bibel nicht lesen". In einer Pressekonferenz berichtet die Lissaboner Tageszeitung, dass Saramago nur eines aus dieser Kontroverse schlussfolgern kann: "Die Kirche ist unantastbar." Er, der behauptete, dass man "dem Gott der Bibel nicht vertrauen kann" oder dass die "Bibel ein Rosenkranz von Ungereimtheiten" ist, hofft, dass man sein Buch als "literarisches Werk" behandeln wird und dass religiöse Proteste nicht in "Beleidigungen des Schriftstellers selbst" ausarten.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.