Egoistisches Deutschland
"Deutschland tritt zu selbstbezogen und zu selbstgefällig [gegenüber Europa] auf", titelt die Zeit, denn ihrer Ansicht nach, zweifeln immer mehr ausländische Partner am Europa-Engagement Berlins. Angefangen beim Kolumnisten der New York Times Roger Cohen für den "Deutschland nationalistischer geworden ist. Einst wurde die Europäischen Union als Lösung für die Identitätszweifel der Deutschen nach dem Krieg geschätzt. Heute dagegen begegnet man in Berlin der Union Europas mit der Herzenswärme eines Buchhalters", beobachtet er.
Charles Grant, Leiter des Londoner Forschungsinstitutes Centre for european reform (CER) bedauert, dass sich "Deutschland", wenn es um die eigenen Interessen geht, "immer mehr wie Frankreich oder England benimmt." Die Zeit ist mir dieser Analyse einverstanden: "Die Integration Europas war für die schwarz-rote Regierung keine Herzenssache.
In der Finanzkrise setzte Berlin vornehmlich auf nationale Lösungen und in Brüssel treten Deutsche Unterhändler auf wie Pfennigfuchser. Die Zeit, da europäische Anliegen Vorrang vor deutschen Interessen gehabt hätten, ist vorbei", konstatiert die Zeitung.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.